ALASKA RAILROAD

ORIGINAL & MODELL

 

 

History:

 

Damit die im Landesinneren gewonnenen Rohstoffe, wie z.B.: Kohle und Holz, besser zum Hafen in Seward transportiert werden konnten, wurde 1902 die private Alaska Central Railway (ACR) gegründet, . Am 16. April 1904 haben die Bauarbeiten  für die normalspurige Strecke in Seward begonnen.  Im Jahr 1909 musste die ACR jedoch schon Konkurs anmelden. Bis dahin wurden 82 km Strecke gebaut.

Am 28. Oktober 1909 wurde die Alaska Northern Railway Company (ANR) neugegründet. Diese Gesellschaft, kaufte die ACR auf und baute die Strecke um 34 Kilometer weiter in Richtung Norden. Im Jahre 1914 musste auch die ANR Konkurs anmelden.

Im Jahr 1915 plante die US-Regierung den Bau einer Verbindung von Seward bis nach Fairbanks. Die Alaska Northern wurde 1915 kurzerhand aufgekauft und in die Alaska Engineering Commission Railroad (AECRR) umbenannt. Der Bahnbau wurde zügig fortgesetzt. Die Bahnverwaltung wurde im damaligen Ship Creek (Anchorage) eingerichtet. Die Strecke zwischen Seward und Kern wurde noch einmal überarbeitet, weshalb ab dann auch wieder Personenzüge über diesen Abschnitt verkehren.

Im Jahr 1916 wurden insgesamt fast 100 Kilometer Strecke gebaut, die Gleise reichten nun bis an den Knik Arm nördlich von Anchorage. Der Personenverkehr wurde anfang 1917 im Sommer bis Grandview betrieben. Im Herbst 1917 wurden die Kohlefelder bei Matanuska erreicht. Die in Matanuska abzweigende Strecke nach Chickaloon besteht heute nur noch bis Palmer.

 Die Tanana Valley Railroad (TVR), welche ein schmalspuriges Eisenbahnnetz um Fairbanks betrieb, wurde am 31. Dezember 1917 von der AECRR übernommen. Man baute eine neue schmalspurige Strecke von Happy nach Nenana. Die Zweigstrecke nach Chena wurde 1918 geschlossen. Bis 1923 wurde die neugebaute Strecke nach Nenana auf Normalspur um. Im Februar 1923 wurde die 276 Meter lange Mears Bridge, als Stahlbrücke über den Tanana River bei Nenana fertig gestellt. Zwischen Happy und Fairbanks wurde ein dreischienen Gleis verlegt, um auch die Schmalspurfahrzeuge weiter nutzen zu können.

Die Hauptstrecke von Matanuska bis Talkeetna ging am 4. März 1919 in Betrieb. Ab 1922 war die Strecke bis Nenana über die neue Brücke am Riley Creek befahrbar.

US-Präsident Warren G. Harding eröffnet am 15. Juli 1923 die gesamte Hauptstrecke von Seward bis Fairbanks. Die Bahngesellschaft wurde gleichzeitig auf den offiziellen Namen Alaska Railroad umbenannt. Die verbleibende schmalspurige Strecke nach Chatanika wurde nur noch bis zum 1. August 1930 betrieben und im Jahr1931 abgebaut.

Nach zwei Jahren Bauzeit eröffnete man im Juni 1943 die 19 Kilometer lange tunnelreiche Zweigstrecke von Portage nach Whittier. Es wurde eine weitere Anbindung an die Küste benötigt, falls der Hafen in Seward Ziel von Japanischen Luftangriffen sein sollte. Mit 4,3 Kilometer Länge wurde der Whittier Tunnel der längste Tunnel der ARR. In Whittier wurde ein großer Fährhafen gebaut , von wo aus Schiffe in Richtung Seattle und Prince Rupert starten.

Die ersten beiden Dieselloks fuhren am 15. Juni 1944. Dennoch blieben bis 1966 noch Dampfloks in Betrieb. Der berühmte in den anfängen gebaute Spencer Loop wurde 1951 durch eine gerade Streckenführung ersetzt. Die Konkurrenz der Straße führte 1953 zur Einstellung des Personenverkehrs nach Seward. Erst im Jahr 2000 wurde der Personenverkehr wieder aufgenommen. Ein verheerendes Erdbeben im Jahr 1964 hatte auch die ARR hart getroffen, ganze Streckenteile südlich von Anchorage waren zerstört und mussten neu gebaut werden. Erst nach einigen Monaten konnten Whittier und Seward wieder durch die ARR erreicht werden.

Der Staat Alaska kaufte1985 die ARR von der Bundesregierung ab. Um die Land- und Bauwirtschaft um Anchorage zu beleben gibt es derzeit Pläne für eine Erweiterung der Strecke nach Delta Junction.

Betrieb Heute:

 

 

Heute ist die Alaska Railroad die einzige Bahngesellschaft der USA welche gleichzeitig Güter und Personentransporte durchführt. Sie ist auch die einzige US- Bahngesellschaft welche keine direkte Schienenverbindung zu anderen US- Bahngesellschaften hat. Der Personentransport beschränkt sich auf einige Linienzüge sowie auf die berühmten Touristenzüge mit klingenden Namen, wie zum Beispiel; Denali Star. Der Dispatcher hat seinen Sitz in Anchorage.

2007 fuhren im Sommerhalbjahr insgesamt vier Personenzüge täglich:

Der Winterfahrplan sieht nur zwei Personenzüge pro Tag vor:

Daneben verkehren zusätzliche Ausflugszüge an bestimmten Tagen im Sommer sowie der Budd Dieseltriebzug welcher zwischen Anchorage und MP 285 pendelt.

Der Güterverkehr spielt die tragende Rolle

 

Zum einen gilt es die beiden Stätte Firbanks und Anchorage mit Waren zu versorgen und zum anderen benötigt die Kohle- und Ölindustrie eine bei jeder Witterung gut funktionierende Logistik, für den Abtransport der geförderten Rohstoffe. Dabei werden auch viele Güter von und zu den beiden Häfen in Whittier und Seward transportiert. Es gibt einige Ganzzüge welche mit Namen bezeichnet werden. Ein normaler Tag bei der ARR (24 h) kann dann wie folgt ablaufen und wird jeweils im Schichtbetrieb von einem Fahrdienstleiter (Dispatcher) für die Bereiche (Subdivision) Anchorage - Fairbanks und Anchorage – Seward/Whittier geregelt :

 

 3 – 4 PX (Passenger Express)siehe oben

 

1 Budd Diesel   Personentriebwagen von Anchorage < > MP 285

 

2  FOX  (Freight Overnight Express)  Whittier / Seward / Anchorage  <>  Fairbanks

besteht meist aus Kombiverkehr- und Containerwagen

2 OX (Oil Workers Express) für die Ölindustrie   Seward <> Fairbanks

Tankwagen und Güterwagen aller Art für alles was die Ölmultis so brauchen

2 Coal Trains   Kohlenzüge   Anchorage < > Healy < > Fairbanks / Seward

besteht aus Selbstentladewagen (Hoppers)

3 Rock Trains (Kieszüge) für die Bauindustrie Anchor < > Palmer < > Fairbanks

besteht aus Kippwagen (Dump Cars) oder Selbstentlader (Hoppers)

2 – 4 Worktrains / Locomotiv Cranes (Bauzüge) für die Streckenunterhaltung

 

 Nur wenige gemischte Güterzüge bedienen die kleineren Firmen und Güterumschlagstationen. Im Kombiverkehr werden vorwiegend komplette Sattelauflieger der Spedition Lynden und Totem transportiert.

  

Die sogenannten Hoppers sind moderne Schüttgutwagen. Diese Wagen werden von oben beladen, und entledigen ihre Fracht über Klappen auf der Unterseite. Das Haupt- Kohlerevier befindet sich in Healy. Ölzüge werden aus den beiden Häfen in Seward und Whittier abgefahren, um die Industrie, Flughäfen, Militär und die Großstädte mit dem begehrten Sprit zu versorgen.

 

Ware aller Art wird vermehrt in Sattelzügen und Container mit dem sogenannten Aqua Train (Trajektfähren) von Vancouver und Prince Rupert herangeschifft. Dieser Trajektverkehr benötigt für die Strecke Prince Rupert bis Whittier 48 h. Diese Transporte werden in erster Linie von den Speditionen Totem & Lynden durchgeführt. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist, erscheint die Beladung der Trajektfähren sehr Abenteuerlich. Es muss aber dazugesagt werden dass die Container und Fahrzeuge allesamt gut gesichert sind.

 

 

 

 

 

 

Auflieger und Container werden in Whittier auf die FOX Züge verladen und gehen dann nach Fairbanks und Anchorage. Über den Aqua Train- Weg kommen auch Bahngüterwagen von der Canadian National (CN), Canadian Pazifik (CP), und von vielen US Bahnen nach Alaska hin und zurück.

 

Streckenunterhaltung

 

Da die Hauptstrecke größtenteils auf sehr schwierigem Terrain gebaut wurde, gestaltet sich die Streckenunterhaltung als sehr Aufwendig. Die sehr weichen Tundraböden sind im Sommer ständig in Bewegung. Sieht man die Züge auf solch aufgeweichten Strecken fahren, so schwanken diese oft beängstigend hin und her. Einige Bautrupps sind praktisch ganzjährig mit dem Streckenunterhaltung beschäftigt. Ein sehr aufwendiger aber interessanter Fuhrpark (MOW) ist dafür Notwendig. Natürlich kommt es auch immer wieder zu Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Waldbränden und Überschwemmungen. Daher wird die Streckenführung fortwährend verbessert und teilweise auch umgebaut. Insbesondere werden steile Streckenabschnitte durch Verlängerungen etwas flacher gestaltet und Tunnel durch eine offene Streckenführung ersetzt.

 

 

 

Im sehr langen Alaska Winter wird die notwendige Schneeräumung mit einem großen Aufwand betrieben. Viele Schneepflüge und Schneeschleudern sind im Einsatz. Unter anderem setzt die ARR dafür auch eine Maschine mit einem Düsentriebwerk ein, um die Strecke frei zu blasen. Der heiße Abgasstrahl taut dabei gleichzeitig die Weichen auf. Sehr spektakulär sieht es aus, wenn sich ein von zwei bis drei Loks geschobener Schneepflug, mit hoher Geschwindigkeit seinen Weg bannt. Dabei werden seitlich riesige Schneewolken ausgeworfen. Das steckenbleiben eines Schneepfluges in bis zu 5m hohen Schneeverwehungen kommt nicht selten vor. Eine Besonderheit sind die Rotary Schneeschleudern. Die ersten dieser Giganten wurden noch mit Dampf angetrieben und mussten sich durch meterhohe Schneemassen kämpfen.

 

 

 

Rolling Stock (Fuhrpark):

 

Dampf:

Es gab eine ganze Reihe von verschiedenen Dampfloks welche bei der ARR in Dienst gestellt wurden. Viele wurden gebraucht gekauft. Hier werden nur die wichtigsten Typen vorgestellt. Als die Bahnbauarbeiten in Alaska begonnen hatten, waren es natürlich Dampfloks welche das Baumaterial heranschafften. Die ersten Exemplare waren noch echte Baulokomotiven mit oft nur 2 Treibachsen. Sie stammten von Alco, Baldwin und Portland.

Später waren es dann die typischen Western Loks, welche zum Einsatz kamen. Diese Maschinen wurden meist gebraucht gekauft und stammten von unterschiedlichen Herstellern.

 

Eine sehr erfolgreiche Type war die Consolidation Bauart von Lima und Baldwin. Von dieser Type wurden 24 Loks meist von der US Army gekauft.

 

 

 

Als dann ab 1945 die ersten Dieselswitcher in Dienst gestellt wurden, war dies der Anfang vom Ende für den Dampfbetrieb. Der Dampfbetrieb wurde im Jahr 1966 endgültig eingestellt. Die letzten großen Dampflokomotiven waren vier mächtige 4-8-2 Loks welche von 1935 – 1942 von Baldwin geliefert wurden.

 

 

Mit der Alco RS1 Nummer 1000 wurde die erste große Diesellok in Dienst gestellt. Alco war dann auch eine Zeitlang der Lieferant für große Dieselloks. Es folgten die Typen RF1 in A & B Units sowie die MRS1 mit 6 Achsen. Letztere waren wieder durch die US Army nach Alaska gekommen und wurden dann von der ARR übernommen. Bei den Rangierloks (Switcher) kauften die ARR bei Porter, Alco sowie auch bei EMD. Ab 1949 kam dann die erste EMD F7 Unit für den Personenverkehr zur ARR. Die EMD F7 als auch die E9 wurden in einigen Exemplaren als A Unit (mit Führerstand) sowie als B- Unit (Booster o. Fst.) gekauft. Seither ist EMD der Lokomotiven Hauptlieferant für die ARR.

Eine wahre Erfolgsgeschichte entstand mit den GP (General Purpose = Alzweck) Typen von EMD. Hier wurde sozusagen die ganze Entwicklung mitgemacht. Es begann Anfang der Fünfzigerjahre mit der GP7, ging weiter mit der GP30, GP35, GP 40, GP38-2, GP 40-2, GP 49  und endete 2001 mit dem Kauf der Unterbaureihe F40 PH für den Personendienst. Die vierachsigen Loks bewährten sich außerordentlich gut und sind bzw. waren auch beim Personal für ihre Zuverlässigkeit sehr beliebt. Interessanterweise setzten die ARR über einen sehr langen Zeitraum auf die 4 Achsigen GP´s. Es wurden mehrmals 6 achsige Maschinen, wie zum Beispiel die EMD SD 40, getestet. Aber trotz der guten Testergebnisse schwören die ARR auf ihre four Axel Diesel´s. Erst mit dem Generationswechsel im Jahr 1999 änderte sich die Vorliebe auf 4 Achsen.

Die Nachfolge treten seit 1999 die von EMD und Siemens entwickelten SD70 MAC an. Diese sechsachsigen HiTec Lokomotiven sind mit moderner Drehstrom- Leistungsübertragung ausgestattet. Sie wurden alle mit Namen getauft und heißen z.B.: Spirit of Nenana oder Spirit of Talkeetna usw. Zwei SD 70 MAC ersetzen drei GP 40. Die genauen Daten sind in der Tabelle weiter unten ersichtlich.

     

 

 

 

Folgende Diesellokomotiven waren und sind bei der ARR in Dienst

 

 Num.

Manufatur

Type

Art

Stck.

In Dienst

Axle

Baujahre

HP

1000

ALCO

RS 1

Roadswitcher

34

 

4

 1941 - 45

1000

1050

ALCO

RF 1 A & B Unit

Passenger

15

 

 

 1941 – 43

1000

1100

Porter

65 to

Switcher

8

 

4

 1941 – 43

1100

1200

EMD

SW

Switcher

4

 

4

 1942

1200

1300

Baldwin

SW

Switcher

1

 

4

1945

1300

1500

EMD

F7 A & B Unit

Passenger

30

 

4

 1949 – 53

1500

1550

EMD

MP 15

Switcher

4

4

4

1976 – 77

1500

1600

ALCO

MRS 1

Freigth

18

 

6

1953 

1600

1700

EMD

MRS 1

Demonstrat  EU

1

 

6

 1952

1700

1809

EMD

MRS 1 Demonst.

Freigth

1

 

6

 1953

1800

1800

EMD

GP 7

Freigth

23

 

4

 1951

1800

2000

EMD

GP 30

Freigth

2

 

4

 1963

2000

2000

EMD

GP 38 -2

Freigth

10

8

4

(1968) 1978

2000

2400

EMD

E 9 A & B Unit

Passenger

2 + 2

 

6

 1955 – 1956

2400

2500

EMD

GP 35

Freigth

4

 

4

 1964 – 65

2500

2800

EMD

GP 49

Freigth

9

 

4

1983

2800

3000

EMD

GP 40 - 2

Freigth

17

11

4

1975 - 85

3000

3000

EMD

GP 40 H

Passenger

4

4

4

2001

3000

3050

EMD

GP 35

Freigth

2

 

4

1965 

3000

4000

EMD

SD 70 MAC

Freigth

15

15

6

1999 - 2000

4000

4300

EMD

SD 70 MAC

Passenger

12

12

6

2004 – 2007

4300

7100

ALCO

S2

Switcher

4

 

4

 1943

 700

7900

GE

45 to

Switcher

4

2

4

 1941 – 1942

 700

31 & 32

EMD

F 40 PH

Passenger

2

2

4

 2001

3000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leasings

 

 

 

 

 

 

 

HLCX

EMD

SD 40

Testlok

 

 

 

 

 

HATX

EMD

 

 

 

 

 

 

 

EMD

EMD

GP 40

Freigth

 

 

 

 

 

CN

EMD

SD 40

Testlok

 

 

 

 

 

Amtrack

EMD

F40PH

Passenger

 

 

 

 

 

 

Bei HATX und HLCX handelt es sich um die Firma Helm Leasing

HP = Horse Power  1 HP = 1,16 PS

Lokomotiven in blauer Schrift waren  im Jahr 2004 noch in Dienst

 

 

 

Hier eine meiner GP40 (Bachmann HO)

 

 

 

 

Modelrailroad:

 

 

Auf die Alaska Railroad wurde ich durch die Märklin F7 aufmerksam. An der Alaska Railroad gefällt mir zum einen die geographische abgeschiedene Lage und die arktische Landschaft durch welche sie führt. Zum anderen gefällt mir besonderst die blau/gelbe Farbgestaltung der Züge.

Da ich schon über viel Gleismaterial von Märklin verfüge, war ich kurz davor, mir die Märklin Lok zu kaufen. Bald merkte ich aber, dass es bei Märklin bis auf die F7 Lok und ein paar Wagen nicht viel Auswahl für eine Alaska- Anlage gibt. Da sah es bei der Amerikanischen Konkurrenz doch viel Besser aus!  Obwohl die ARR auch hier eine Außenseiterrolle darstellt! Dies wekt aber auch wieder den Sammlergeist und es hat den Vorteil das man das Sortiment noch überblicken kann. Der große Nachteil ist; das man (solange man sich ans Vorbild hält) eigentlich kein Loks von anderen amerikanischen Railroads einsetzten kann. Abgesehen von Leasingloks oder Testmaschienen der Lokomotiven Hersteller.

Nachdem ich auf einem US Modellbahntreffen in Sinsheim zu Gast war und dort einige Modulanlagen gesehen hatte, Entstand der Wunsch, ebenfalls ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Auf diesen besagten Modulanlagen wurde, auf teilweise geringer Fläche, sehr umfangreicher Betrieb gemacht. 

Nun war klar, so etwas sollte auch auf die Alaska Railroad übertragbar sein.

 

Folgendes ist vorgesehen:

 

Es wird keine genaue Vorbildsituation nachgestellt, da mir dazu der Platz fehlt. Es entstand ein fiktiver Durchgangsbahnhof mit 4 Durchgangsgleisen sowie einigen Anschlussgleisen. Eine Wagenwerkstatt der ARR ist in diesem Bahnhof ebenfalls vorhanden. Auf der einen Seite verschwindet die Strecke in einem Tunnel. Auf der anderen Seite geht es über eine Steigungsstrecke (Granit- Hill) zum anderen Wendepunkt der Anlage. Diese Kehrschleife wird durch ein Kieswerk getarnt. Die Gesamte Anlage hat eine Länge von ca 14 Meter. Die mögliche Zuglänge ist mit ca. 220 cm zwar viel zu wenig, aber mehr geht halt eben nicht.

Die Anlage ist im Rohbau bereits fertig gestellt. Fahrbetrieb ist bereits möglich.

Damit es ein wenig mit der Vorbildsituation zusammenpasst, habe ich mich an der geplanten Ausweitung des ARR Streckennetz nach Delta Junction gehalten. Die Strecke wurde im Original noch nicht gebaut. Dies kommt mir sehr entgegen, da ich bei der Umsetzung ins Modell frei bin. So erhielt der Bahnhof den Namen ´´Delta Junction´´. Die fiktive Strecke führt von Fairbanks aus, weiter über Big Delta - Delta Junction - Tanacross und endet in Tok. Läst man der Phantasie freien Lauf, so könnte die Strecke noch ins benachbarte Canada führen um dort die berühmte Bergbaustatt Dawson City zu erreichen. Auch eine Strecke nach Copper Center ist denkbar.

Soweit zur Phantasie, nun aber zur Praxis: 

   

Rolling Stock:

 

Natürlich sind nicht alle Wagen von der ARR. Sowie beim Vorbild, sind auch einige Wagen von anderen Bahngesellschaften über den Aqua Train nach Alaska gelangt. Die Caboose sind & werden ebenfalls mit einem Digital Decoder ausgestattet und können natürlich alle Lichtfunktionen wie das Vorbild.

Dazu habe ich über verschiedene Quellen folgende Lokomotiven ergattert:

Die Loks sind fast alle mit ESU Lokpilot oder Loksound von mir nachgerüstet worden. Die Loks haben alle ihren Original Motor behalten. Die ESU Lastregelung erbringt hier wahre Wunder! Mit der richtigen Einstellung der Lastregelparameter (CV´s), laufen auch die älteren Loks wie Butter! Gerade bei US Loks, sind gute Langsamfahreigenschaften sehr Wichtig!

Loks von anderen Bahngesellschaften sind auch bei der ARR teilweise als Leasing oder Testfahrzeuge vorübergehend im Einsatz. So kann ich meine vorhandenen Loks ebenfalls einsetzten:

Digitalsteuerung

Um die Soundloks richtig zu nutzen, war klar, dass der Betrieb nur Digital gesteuert wird. Gefahren wurde zuerst noch mit einer Bachmann Dynamis IR DCC Digitalzentrale. Das Gerät kann eigentlich alle Funktionen die ich brauche und ist sehr handlich. So ist unter anderem, die Zusammenstellung und die Auflösung von Mehrfachtraktionen sehr Einfach machbar. Leider ist aber die Qualität der Infrarotverbindung nicht ausreichend. Sobald ich mehr als drei Meter Abstand zum Empfänger habe, bricht die Verbindung meistens ab. Dies nervte mich gewaltig und so wurde das Gerät außer Dienst gestellt (SCHADE)!

Da ich noch eine Roco Multimaus habe, erfolgt die Digitalsteuerung jetzt damit. Daran angeschlossen, ist noch die Funkfernbedienung Mobil Control von ESU. Alles funktioniert soweit sehr gut. Laut der Firma Roco ist die Bildung von Mehrfachtraktionen mit der Multimaus nicht möglich! Interessant ist, dass der Hersteller selbst nicht weiß was seine Digital- Zentrale kann!! Natürlich kann man mit der Multimaus, über die Consist Adresse, Mehrfachtraktionen bilden und auch wieder auflösen! Die Sache funktioniert einwandfrei und sehr einfach! 

 

Gleis / Weichen / Signale

Sicherlich schlagen echte Amerika- Mobahner die Hände über dem Kopf zusammen, wenn Sie lesen, dass ich das Piko A- Gleis verwende! OK, Asche auf mein Haupt! Aber jetzt ist es schon passiert! Sicherlich wäre für die Optik, das Peco- Gleis besser gewesen. Der Fahrbetrieb läuft auf dem Piko A-Gleis aber sehr gut. Nur Fahrzeuge mit sehr kleinen Rädern fallen etwas in die Herzstücke ein. Kontaktprobleme oder Entgleisungen gibt es aber keine.

Die Weichen werden vorläufig noch von Hand gestellt. Da ich immer einen Schaschlikspieß als Entkupplungshilfe zur Hand habe, erfolgt auch die Weichenumstellung mit diesem allround Tool. Signale habe ich als Bausätze von Oregon, welche aber noch nicht installiert sind. Die Kehrschleifen werden mit dem Tams KSM - 2 Kehrschleifenautomat umgepolt. Die Umschaltung erfolgt ohne Kurzschluss! 

Und jetzt noch einige Bilder vom Baufortschritt:

Bilder 2010

Gesamtübersicht Bahnhof Delta Junction im Rohbau

    

EMD GP40-2 (Bachmann)

 

EMD GP 40-2 (Athearn)

 

 

ARR Lokschuppen und Werkstatt

 

 

 

 

Granit Hill im Rohbau

EMD F7 A & B (Athearn)

 

Felsenrohbau

 

Lawienengalerie im Rohbau

 

 

 

Bilder ab 2011

EMD GP 40-2 (Bachmann)

 

Es fehlen noch die Hintergrundbilder (Berge) und das Flussbett

 

 

 

Mountain Lumber & Freight Depot

Stellprobe

EMD GP9 (Athearn)

 

 

Die Lachskaviarfabrik

 

 

Worktrain 

Caboose mit FRED

 

EMD SD70 AC (Athearn)

Rotary 3 (Athearn)

 

 

So soll es dann mal mit dem fertigen Hintergrund aussehen:

EMD GP35 (Proto)

 

 

Bilder ab 2012

 

Kaffepause bei den Railworkers

 

 

 

In Delta Junction gibt es auch Landwirtschaft! Deshalb braucht es auch eine Traktorwerkstatt.

Der Reifen ist dann für den Stapler scheinbar doch zu Schwer!

 

Die kleine Siedlung ist fertig. Fehlt noch der Hintergrund.

 

Der Vorplatz der Werkstatt wurde betoniert. Zu Gast ist eine Leasinglok der Canadian Pazifik Alco FA1

Es gibt noch sehr viel zu tun, aber es wird mit der Zeit!

Anfragen oder Tipps gerne per E-Mail: info@lok-doctor.de

 

 

 

Bezugsquelle der benötigten Modelle sind für mich, die auf US Modelrailroad spezialisierten Händler und e-bucht.

 

 

 

 

Autor: Helmut Fritz 2011

Viele Infos & Bilder gibt's hier:  Johns Homepage <klick drauf>